Die Täuschung des Kommandos und Hunger. Der russische Kommandant erzählte, warum er sich den Streitkräften der Ukraine ergeben hat.


Der russische Kommandant der Kompanie führte seine Soldaten aus der Gefangenschaft
In der Nähe von Charkow beschloss der russische Kommandant der Kompanie, Wladislaw Balgrabski, den Rest seiner Kompanie aus ihren Positionen zu führen und sich den Kämpfern der 13. Brigade der Nationalgarde "Charta" zu ergeben. Er tat dies, um seine Untergebenen vor dem Tod zu retten, da ihr russisches Bataillon im Kampf praktisch vernichtet wurde.
"Wir sind mit den Jungs ziemlich gut rausgekommen: schnell und sicher. Obwohl ich nicht sehr sicher war, denn sie wollten wahrscheinlich nicht, dass ich zu Ihnen komme, oder dass ich zu viel rede", erzählte Wladislaw Balgrabski.
Bekanntlich hatte der Kommandant der Kompanie zuvor einen Vertrag für ein Jahr mit den russischen Streitkräften unterschrieben, jedoch war seine Hauptmotivation das Geld. Er hoffte, dass er innerhalb eines Jahres genug Geld für seine Familie und den Erwerb von Wohnraum ansparen könnte.
Schwierige Situation in der Gefangenschaft der ukrainischen Soldaten
Der Kommandant selbst berichtet von den schrecklichen Bedingungen, unter denen die ukrainischen Soldaten während ihrer Gefangenschaft leben. Wasser und Nahrungsmittel werden ihnen mit Drohnen zugeworfen, unter Verwendung von Spritzen. Diese Ressourcen waren jedoch unzureichend, und die Soldaten litten oft unter Hunger.
"Es blieb nur abzuwarten, wann dir noch etwas zugeworfen wird", erzählt der Gefangene.
Die Situation wird dadurch verschärft, dass ältere und verletzliche Soldaten an Hunger sterben, da sie nicht genug Nahrungsressourcen erhalten. Solche Umstände und das Verhalten des Kommandanten waren der Grund für Wladislaw Balgrabski, seine Kompanie aus der Gefangenschaft zu führen.
Der russische Kommandant wurde betrogen
Darüber hinaus war einer der Gründe für die Übergabe in die Gefangenschaft die Täuschung durch das russische Kommando nach Ablauf des Vertrags. Der Kommandant wurde gezwungen, im Krieg zu bleiben und es wurde behauptet, dass Änderungen in der Gesetzgebung erfolgt seien.
"Es hat mir nicht gefallen, wie der Kommandant mit mir sprach: mit Beleidigungen, Erniedrigungen und Unhöflichkeit", betont Wladislaw Balgrabski.
Im Rahmen des Interviews wird auch angemerkt, dass die ukrainischen Soldaten ständig Angriffen des Feindes ausgesetzt sind und allein am vergangenen Tag 1380 Besatzungssoldaten vernichtet werden konnten. Dies weist auf die angespannte Situation an der Front hin.
Insgesamt vermittelt die Erzählung von Wladislaw Balgrabski einen Einblick in das Leben und die Bedingungen, unter denen die ukrainischen Soldaten an der Front leben. Nahrungsmittel- und Medikamentenmangel sowie die ständige Bedrohung der Sicherheit sind die Hauptprobleme, mit denen unsere Soldaten konfrontiert sind.
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